Liebe Leserin, Lieber Leser,

ich hab ja schon gefühlt, dass bei meinen Büchern irgendwie immer wieder alles zusammhängt. Dass ich vom Krimi zum Romangenre gewechselt bin, habe ich nie als Bruch erlebt, eher als eine Art organische Weiterführung. Für mein neues Romanprojekt über Menschen, die Bücher lieben, las ich gerade „Erinnerung, sprich“ des Schriftstellers Vladimir Nabokov. In seiner Autobiografie benutzt er das Bild des gewebten Teppichs für seine Erinnerungen. In dem Moment, als ich das las, machte es "klick" und ich wusste, dass der gewebte Teppich auch für meine Romane das treffende Bild ist. Tatsächlich verwebe ich meine Ideen und Recherchen wie Fäden solange miteinander, bis ein dichter Stoff entsteht.
Mal ist eine Farbe dominant, schillernd fast, dann wechselt sie sich wieder mit einer dezenten ab, an manchen Stellen ist die Wolle grober, hier wird sie ganz fein und durchscheinend.
Wenn man am Ende zurücktritt und den gesamten Geschichtenstoff betrachtet, kann man das eingewebte Muster klar erkennen.

Jetzt wünsche ich mir nur noch, dass mein gewebter Roman-Stoff für meine Leserinnen und Leser zu einem magischen Teppich wird.