Liebe Leserin, Lieber Leser,

Sie läuft mittlerweile über zwei Wochen, meine Leserunde bei Lovelybooks, und ich empfinde sie als Geschenk. Zuvor konnte ich nicht so richtig einschätzen, was mich wohl erwarten würde, wenn ich fünfundzwanzig Exemplare meines Romans an völlig unbekannte Leserinnen und Leser schicke, die ihre Eindrücke und ihre Kritik öffentlich im großen weiten Netz äußern. Aber wer nichts wagt... Jetzt kann ich im Brustton der Überzeugung sagen, wie bereichernd diese Erfahrung ist. Ich finde es spannend derart hautnah mitzuverfolgen, welche Gedanken meine Geschichte auslöst, welche Zitate als einprägsam genannt werden, wie sehr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitfiebern und wie viel sie von ihren eigenen Gefühlen preisgeben.

Da gibt es eine Leserin, die fühlt so stark mit der Hauptfigur, dass ihr Partner nach meiner Lio schon wie nach der besten Freundin fragt. Oder ich erhalte Rückmeldungen, die eine Gänsehaut bei mir auslösen, weil sie so gut tun: „Diese Farben in der Geschichte. Jetzt nach dem Lesen hab ich das Gefühl, am Anfang hätte ich Schwarz-Weiß gelesen und am Ende war das Bunt. Technicolor in der Buchbranche.“
Ich muss abwechselnd immer wieder schmunzeln oder gerührt schlucken.
„Das Buch rührt einen ganz tief in der Seele an, aber man kann nicht genau sagen, warum. Ich sage einfach mal, es spricht zu Dir und Du antwortest. Das ist für mich die einleuchtendste Erklärung. Mir ist das ganz selten nur passiert, und ich genieße alles sehr!“

Und zu mir sprechen solche Lesereindrücke derart, dass ich sie am Ende der Leserunde sammeln, ausdrucken und zur Motivation neben den Schreibtisch hängen werde.
Danke!